Vereinsprofil

Die Mozartgesellschaft Schwetzingen® wurde am 30. April 1969 von Generalmusikdirektor
Dr. Richard Treiber und neun gleich gesinnten Musikfreunden gegründet – so belegt es die Gründungsurkunde. Als gemeinnütziger Verein hat sie sich die Pflege der Tonkunst im Allgemeinen und die Pflege der Werke von Wolfgang Amadeus Mozart im Besonderen zur Aufgabe gemacht. Die Verantwortlichen arbeiten ehrenamtlich im Sinne des Vereinszwecks.

Mozartgesellschaft Schwetzingen e.V. - Vereinsprofil

In Erinnerung an die drei Besuche von Wolfgang Amadeus Mozart am Kurpfälzischen Hof und in Schwetzingen (1763, 1777, 1790) sowie im Sinne des Vereinszweckes lädt die Mozartge-
sellschaft Schwetzingen® e.V. gemeinsam mit der Stadt Schwetzingen zum alljährlichen Mozartfest und den Schwetzinger Schlosskonzerten ein.

Seit Ihrer Gründung 1969 spielt die Mozartgesellschaft Schwetzingen® eine tragende Rolle im kulturellen Leben dieser Stadt und der Kurpfalz. Jeweils im September/Oktober findet das Schwetzinger Mozartfest® statt, das seit 1975 Musikfreunde aus Nah und Fern in die kleine Mozartstadt Schwetzingen lockt. Konzerte werden im herrlichen Ambiente des Schwetzinger Schlosses auch während des Winterhalbjahres veranstaltet. Die überregionale Bedeutung dieser Festspiele spiegelt sich in der Akzeptanz der Besucher aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland wieder. Dabei eignen sich das glanzvolle Ambiente des historischen Rokokotheaters und die schönen Zirkelsäle wie auch die Schlosskapelle hervorragend als Podium für internationale Künstler und namhafte Orchester. Die Programme bieten eine bewährte Mischung aus Sinfoniekonzerten über die Oper, die "Musica sacra" bis hin zur Kammermusik. Die bedeutendsten Künstler unserer Zeit musizieren immer wieder gerne in Schwetzingen und haben hier ihrem Publikum unvergessliche musikalische Abende geschenkt.

Ein ausdrückliches Ziel der Mozartgesellschaft Schwetzingen® stellt die Förderung des künstlerischen Nachwuchses dar. Das herausragende musikalische und auch gesellschaftliche Ereignis auf diesem Gebiet ist alljährlich das Konzert mit den Stipendiaten der Jürgen Ponto-Stiftung. Es ermöglicht jungen Spitzenbegabungen Auftritte mit renommierten Orchestern in diesem schönen Rahmen.

Das Mozartjahr 2006 bedeutete für die Schwetzinger Gesellschaft eine besondere Herausforderung, wurde doch weltweit der 250. Geburtstag des Namensgebers unserer Gesellschaft gefeiert. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand das Wochenende um den Geburtstag, den 27. Januar 2006. Als besondere Hommage an das berühmte Geburtstagskind wurde der Saal, in dem Mozart nach neueren Erkenntnissen gespielt hatte, in Mozartsaal umbenannt. Einen ausschließlich Schwetzinger Mozart-Gedenktag begingen die Mozartfreunde am 18. Juli 2006 in einer nach historischen Quellen rekonstruierten Kurfürstlichen Akademie zur Erinnerung an den Besuch der Familie Mozart in Schwetzingen und Mozarts Spiel am Hofe des kurpfälzischen Kurfürsten Carl Theodor am 18. Juli 1763. Zur 250. Wiederkehr dieses Besuchs am Kurfürstlichen Hof wurde am 14. Juli 2013 die Ankunft der Familie Mozart nachgestellt und in einem kleinen Volksfest gefeiert. Auch wieder am 18. Juli 2013 wurde mit dem Concerto Köln eine hervorragende Kurfürstliche Akademie veranstaltet. Weitere Ereignisse für Groß und Klein standen am darauf folgenden Wochenende auf dem Programm.

Liebe Musikfreunde, lassen Sie sich auch in diesem Jahr während des Mozartfestes mitnehmen auf eine anregende musikalische Reise, begleiten Sie mit uns Wolfgang Amadeus Mozart auf der Reise von der Kurfürstlichen Sommerresidenz Schwetzingen ins kaiserliche Wien. Mozart war ein Drittel seines Lebens unterwegs, und trotz aller Unbequemlichkeiten reiste er gern. Am 11. September 1778 schreibt er an seinen Vater "Ohne reisen /:wenigstens leüte von künsten und wissenschaften:/ ist man wohl ein armseliges geschöpf!" Der pfälzische Kurfürst Carl Theodor war ein Freund der schönen Künste und pflegte an seinem Hof in besonderem Maße die Musik. In Aussagen von Zeitgenossen wird die Größe und Qualität des Mannheimer Hoforchesters immer wieder hervorgehoben. Leopold Mozart schreibt über die Hofmusiker " ... das Orchester ist ohne widerspruch das beste in Teutschland, und lauter junge Leute, und durchaus Leute von guter Lebensart, weder Säufer, weder Spieler, weder liederliche Lumpen ... " (Brief vom 19. Juli 1763 aus Schwetzingen). Die Leistungen dieser Hofmusik sind unter dem Begriff "Mannheimer Schule" als eigene Epoche in die Musikgeschichte eingegangen (Dr. Bärbel Pelker). Mozart kehrte 1781 nach Wien zurück, das er wie Schwetzingen bereits als Wunderkind besucht hatte. In Wien findet er in Baron Gottfried van Swieten nicht nur einen Förderer der zeitgenössischen Musik, sondern lernte auch in dessen Sonntagsmatineen die Werke von Johann Sebastian Bach und seiner Söhne kennen. Lassen Sie sich heute an einem authentischen Ort verzaubern, den Charles Burney 1773 beschreibt: "Wenn man in Schwetzingen des Sommers aus der Oper kommt, und in den churfürstl. Garten geht, der nach französischer Art ausserordentlich schön ist, so hat man den prächtigsten Anblick, den man sich nur denken kann ... ".

Ihre Angela Bräunig und Nikolaus Friedrich