"Mozarts Musik ist so rein und so schön, dass ich sie als die innere Schönheit des Universums selbst an-sehe." (Albert Einstein)

Liebe Musikfreunde,

haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie wohl der Arbeitstag von Mozart ausgesehen haben mag? In einem Brief vom 13. Februar 1782 aus Wien an seine Schwester Nannerl beschreibt er diesen detailliert:

"… Ich habe meinem vatter schon lezthin meinen lebenslauf beschrieben, und ich will dir ihn wiederhollen. – um 6 uhr früh bin ich schon allzeit frisiert. – um 7 uhr ganz angekleidet. – dann schreib ich bis 9 uhr. Von 9 uhr bis 1 uhr habe ich meine lectionen. – dann Esse ich, wenn ich nicht zu Gaste bin, wo man dann um 2 uhr oder auch 3 uhr speist, wie heute und Morgen bey der gräfin Zizi und gräfin Thun. – Vor 5 uhr abends oder 6 uhr kann ich nichts arbeiten – und öfters bin ich durch eine accademie daran verhindert; wo nicht, so schreibe ich bis 9 uhr – dann gehe ich zu meiner lieben konstanz – …… um halb 11 oder 11 komme ich nach haus; - …  da ich mich wegen den vorfallenden academien und auch wegen der unsicherheit ob ich nicht bald da bald dort hin gerufen werde, auf das abend schreiben nichtverlassen kann, so pflege ich/: besonders wenn ich früher Nach haus komme :/Noch vor dem schlaffen gehen etwas zu schreiben. – da verschreibe ich mich öfters bis 1 Uhr – und dann wieder um 6 uhr auf. -…"

Mozart erlebte glückliche und für ihn entscheidende Jahre in Wien. Das pulsierende Gesellschaftsleben der Kaiserstadt, das Wiener Konzertleben in privaten Salons, öffentlichen Theatern und Parks, das häusliche Musizieren im Bürgertum und beim Adel – ein Klavier zu haben, war das mindeste (Braunbehrens) - entsprachen seiner Lebensart und waren Stimulans für seine Arbeit und veranlassten ihn zur der Aussage, Wien sei für sein Metier der beste Ort von der Welt.

Seien Sie herzlich eingeladen, auch in diesem Jahr wieder Mozarts Zauber zu erliegen und unvergessliche Musikstunden im Schwetzinger Schloss zu erleben!

Ihre Angela Bräunig und Nikolaus Friedrich