Sonntag, 25. September 2022
11 Uhr, Jagdsaal

Schumann Quartett

Erik Schumann, Violine
Ken Schumann, Violine
Veit Hertenstein, Viola
Mark Schumann, Violoncello

Wolfgang Amadeus Mozart 1756 - 1791
Adagio und Fuge c-Moll KV 546


Robert Schumann
1810 - 1856
Streichquartett A-Dur op. 41/3


Johannes Brahms
1855 - 1899
Streichquartett a-Moll op. 51/2

Auf der einen Seite Mozart, der in seiner kurzen Lebenszeit ein schier unermessliches OEuvre in unvorstellbarer Geschwindigkeit zu Papier bringt. Ein Komponist, der ein Werk wie Adagio und Fuge stark beeinflusst von Bach und den Bachsöhnen, nicht mal für den Konzertsaal vorsieht, sondern eher für das private Zusammenspiel unter Freunden – mit Haydn an der 2. Geige und mit ihm selbst an der Bratsche.
Und auf der anderen Seite zwei Komponisten, die sich an den großen Vorreitern der Streichquartett-Literatur abarbeiten und in Selbstzweifel versinken. Schumann wagt sich schließlich erst nach seiner ersten Sinfonie an diese Gattung und quält sich durch monatelange ”Quartett-Versuche”, bis er dann allerdings innerhalb
von sechs Wochen das Opus 41 fertigstellt. Und auch Brahms vernichtete nach eigener Aussage mehr als 20 Quartette, bevor er im Alter von 40 Jahren mit dem Opus 51 an die Öffentlichkeit ging. Ein spannendes Aufeinandertreffen!

Das Schumann Quartett ist dort angekommen, wo alles möglich ist, weil man auf Sicherheiten verzichtet. Das schließt auch das Publikum mit ein, das sich Abend für Abend auf alles gefasst machen muss: „So wirklich entwickelt sich ein Werk nur live“, sagen sie, „das ist ‚the real thing’, weil wir vorher selbst nie wissen,
was passiert. Spätestens auf der Bühne fällt jede Imitation weg, man wird automatisch ehrlich zu sich selbst. Dann kann man in der Musik eine Verbindung mit dem Publikum herstellen, kommunizieren.“ Seit ihrer frühesten Kindheit spielen die drei Brüder Mark, Erik und Ken Schumann zusammen – mittlerweile vervollständigt Veit Hertenstein als Bratschist das Quartett.