Samstag, 8. Oktober 2022
19.30 Uhr, Jagdsaal

Eliot Quartett & Nikolaus Friedrich

Maryana Osipova, Violine
Alexander Sachs, Violine
Dmitry Hahalin, Viola
Michael Preuss, Violoncello 

Nikolaus Friedrich, Bassettklarinette

Wolfgang Amadeus Mozart 1756 -1791
Streichquartett F-Dur KV 590 „3. Preußisches Quartett“


Detlev Müller-Siemens
*1957
`Subsong 3` Uraufführung


César Franck
1822 - 1890
Streichquartett D-Dur

Nachdem Mozart mit den ersten beiden Preußischen Quartetten den Celloliebhaber Friedrich Wilhelm II. beeindrucken wollte, entspricht dieses letzte Quartett eher seiner eigenen Verfassung: ein „selig-wehmütiger Abschied vom Leben. Wie schön war es! Wie enttäuschend! Wie kurz!“ (Alfred Einstein).
Subsong ist ein ornithologischer Fachterminus und bezeichnet eine Art des Vogelgesangs, der noch nicht strukturiert und zudem zweckfrei ist. Er dient nur der Erprobung des Vokabulars; eine „existentielle Selbstvergewisserung“. In „Subsong 3“ sucht Müller-Siemens nach einer Art schwebender Harmonik und Melodik, deren Linien sich verbinden, aber immer wieder richtungslos sich verlieren und auflösen, wie Pfade, die nirgendwo hinführen. César Franck beschäftigte sich intensiv mit Beethovens späten Quartetten und entwarf mit seinem letzten großen Kammermusikstück ein Solitär der romantischen Quartett-Literatur, der in Frankreich einen adäquaten Stand hat zu den Werken des deutschen Komponisten bei uns.

Das Eliot Quartett, 2014 gegründet und eines der Interessantesten Streichquartette seiner Generation,
beeindruckte bereits vor zwei Jahren mit seiner Interpretation der Uraufführung innerhalb des Mozartfestes. Gemeinsam mit dem künstlerischen Leiter Nikolaus Friedrich an der Bassettklarinette gestalten sie in diesem Jahr das Werk „Subsong 3“ von Detlev Müller-Siemens. Müller-Siemens studierte das Komponieren unter anderem bei György Ligeti in Hamburg und bei Olivier Messiaen in Paris. Sein Schaffen umfasst Werke für das Musiktheater, Orchesterwerke, Solokonzerte, mehrere Ensemble-Stücke, Kammer- und Klaviermusik. Er lebt in Basel und Wien, wo er Professuren für Komposition inne hat.