Sonntag, 26. September 2020
11 Uhr, Jagdsaal

Spunicunifait

Lorenza Borrani, Violine
Maia Cabeza, Violine
Simone Jandl, Viola
Max Mandel, Viola
Luise Buchberger, Violoncello

Wolfgang Amadeus Mozart 1756 -1791
Streichquintett Nr. 5 D-Dur KV 593
Streichquintett Nr. 4 g-Moll KV 516
Streichquintett Nr. 6 Es-Dur KV 614

Endlich können wir die zyklische Aufführung der sechs Streichquintette an einem Wochenende ankündigen. Gemeinsam mit der Mozartgesellschaft Kurpfalz, die die ersten drei Quintette am Vorabend in Mannheim zur Aufführung bringt, wird das Ensemble Spunicunifait die drei großen späten Streichquintette im Schwetzinger Schloss spielen. Diese drei Quintette – Nr. 5 und Nr. 6 entstanden erst kurz vor Mozarts Tod – bilden sicherlich den Höhepunkt der Gattung Streichquintett bis hin zu Bruckner und Brahms. Mozart selbst spielte übrigens zeitlebens die zweite Bratsche der nahezu sinfonischen Erweiterung des Streichquartetts.

Die fünf Musiker sind in Florenz, London, Frankfurt, Rostock und Berlin ansässig, sind Mitglieder führender Ensembles in Europa (Chamber Orchestra of Europe, Orchestra of the Age of Enlightenment, Spira mirabilis, Aurora Orchestra) und passionierte Kammermusiker. 2017 riefen sie Spunicunifait ins Leben: ein Ensemble, das sich ausschließlich dem Studium und der Aufführung von W. A. Mozarts sechs Streichquintetten widmet. Sie benannten ihr Projekt mit einem von Mozart erdachten Wort (dessen Bedeutung bis heute ein Rätsel ist), um stets im Auge zu behalten, dass diese Größe der Klassik bei aller Genialität auch sehr, sehr albern sein konnte.