Freitag, 11. Oktober 2019
19:30 Uhr, Schlosskapelle

Wege zu Mozart
- Die Gambe in Mozarts Spiegel

Jakob David Rattinger, Viola da Gambe 

Ralf Waldner, Cembalo 

Ralf Waldner
Jakob David Rattinger

Programm

Marin Marais (1656-1728)
     Suite

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
     Ouverture (dans le style de Georg Friedrich Händel)

Johann Christian Bach (1735-1782)
     Sonata in B-Dur Warb B 2b

Marin Marais
     Suite

Jean-Baptiste Forqueray (1699-1782) 
     La Morangis ou La Plissay

Johann Christian Bach
     Cembalosonate in G-Dur op.17 Nr.1

Carl Friedrich Abel (1723-1787)
     Aus dem Drexel Manuscript

Wolfgang Amadeus Mozart
     Rondo alla Turca (bearb. für Cembalo und Gambe aus der Zeit)

Carl Friedrich Abel gehörte seinerzeit in London zu den erfolgreichsten Sologambisten, obwohl der Stern der Gambe bereits im Sinken war. Gemeinsam mit Johann Christian Bach betrieb er die „Bach-Abel-Konzerte“, die erste Konzertreihe in Europa, die sehr erfolgreich war. Mozart traf als Kind in London auf die beiden Musiker; er studierte und kopierte die Symphonien Abels so genau, dass eine Symphonie Abels gar fälschlicherweise unter seinem Namen ins Köchelverzeichnis gelang. Bei diesem Konzert hören wir, welche Kammermusik in der Londoner Zeit des jungen Mozart erklang. Dabei machen wir auch einen kleinen Schlenker nach Frankreich an den Hof Ludwigs XIV., um einen der berühmtesten Komponisten für Gambe kennenzulernen: Marin Marais, den Leiter des Orchesters der Académie royale de musique, der es wie kein anderer verstand, die Nuancen des Instrumentes zum Schwingen zu bringen.

Jakob David Rattinger, in Bayern lebender Gambist, ist ein Musiker mit Leidenschaft: Einfühlsam, virtuos und zugleich stürmisch affektreich weiß er die Grenzen der Gambe gekonnt auszuloten. Als Kulturschaffender
baute Rattinger die Reihe „Barocktage Schobenhausen“ auf, die sich im Freistaat Bayern überregionaler Bekanntheit erfreut.

Ralf Waldner ist international als freischaffender Cembalist und Hammerflügelspieler unterwegs. Sein Repertoire erstreckt sich von früher Tastenmusik über die Werke Bachs und Scarlattis sowie Musik der französischen Clavecinisten bis hin zu Uraufführungen von zeitgenössischen Cembalowerken, die speziell für ihn komponiert wurden.