Samstag, 26. September 2020
19.30 Uhr, Jagdsaal

Quatuor Akilone

Emeline Concé, Violine
Elise De-Bendelac, Violine
Tess Joly, Viola
Lucie Mercat, Violoncello

Wolfgang Amadeus Mozart 1756 -1791
      Streichquartett Nr. 21 D-Dur KV 575
Maurice Ravel 1875 -1937
      Streichquartett F-Dur
Ludwig van Beethoven 1770 -1827
      Streichquartett Nr. 14 cis-Moll op. 131

„Le dernier effort d´une imagination en delire“ – die neueste Leistung einer Einbildungskraft im Delirium – bezeichnete ein Pariser Kritiker Beethovens cis-Moll-Quartett, kurz nachdem es erschienen war. Es löste zu seiner Zeit heftige ästhetische Kontroversen aus. Dies beweist wieder einmal, dass der Komponist seiner Zeit um Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte, voraus war und sein Werk erst in unserer Zeit richtig
verstanden wird. In Verbindung mit Mozarts 1. Preußischen Quartett und Maurice Ravels einzigem Streichquartett, dem hochintellektuellen, aber nicht weniger emotionalen Werk in F-Dur, erwartet uns ein anspruchsvoller Abend voll spannender innerer Bezüge.
Inspiriert vom italienischen Wort „aquilone“ (der Drache), steht der Name des Ensembles für eine Verbindung zwischen Himmel und Erde, ein geteiltes Vergnügen, einen schönen und bunten imaginären
Flug. Es stehen hier jedoch keine Drachen auf der Bühne, sondern geballte Frauenpower der französischen Kammermusikszene mit einer vielversprechenden Zukunft. 2011 in Paris gegründet, gastiert das Quartett in den bedeutendsten Konzertsälen Europas, gibt aber auch Konzerte in Gefängnissen oder für Flüchtlinge.