Sonntag, 6. Oktober 2019
11 Uhr Jagdsaal

Minguet Quartett & Nikolaus Friedrich


Ulrich Isfort, Violine
Annette Reisinger, Violine
Aroa Sorin, Viola
Matthias Diener, Violoncello 

Nikolaus Friedrich, Bassettklarinette

Minguet Quartett
Nikolaus Friedrich

Programm

Joseph Haydn (1732-1809)
    
Streichquartett No 82 F-Dur op. 77 No 2, Hob III:82 "Lobkowitz-Quartett No 2"

York Höller (*1944)
     Assonanzen-Quintett für Bassettklarinette in A und Streichquartett | Uraufführung

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Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
     Klarinettenquintett A-Dur KV 581 "Stadler Quintett"
 

Haydn letztes vollständiges Streichquartett, das als sein schönstes dieses Formats gilt, spiegelt die Einflüsse von Mozarts Haydn-Quartetten. Das Programm schließt mit Mozarts elysischem Klarinettenquintett. Eingerahmt von diesen beiden Klassikern kommt das Werk von York Höller zur Uraufführung, das im Auftrag des Schwetzinger Mozartfestes und auf Anregung des Klarinettisten Nikolaus Friedrich entstand. York Höller ist der letzte Meisterschüler von Bernd Alois Zimmermann.
Er schreibt zu seiner Komposition: „Seit meinem Orchester und Elektronik verbindenden Werk ‚Mythos‘ von 1979 habe ich mich mehrfach der Unterbezeichnung ‚Klanggedicht‘ bedient. Sie verweist auf eine gewisse Analogie zu Strukturformen, die wir aus der Lyrik bzw. aus der Verslehre kennen. Zu ihnen gehören u.a. die verschiedenen Ausprägungen des Reims. Unter ihnen findet sich auch die sogenannte ‚Assonanz‘, ein sozusagen ‚unvollkommener‘
Reim, der nicht auf lautmäßiger Deckungsgleichheit, sondern auf dem Prinzip des phonetischen Anklangs, eben der
Assonanz beruht. Hier knüpft mein Quintett an, in dem hörbare klangliche und motivische Analogien formbildend sind.“

Das Minguet Quartett sorgt seit über 30 Jahren für begeisternde Hörerlebnisse, „denn die Klang- und Ausdrucksfreude, mit der das Ensemble die Werke zur Sprache bringt, belebt noch das kleinste Detail“ (FAZ). Das Minguet Quartett konzentriert sich auf die klassische-romantische Literatur sowie die Musik der Moderne gleichermaßen und engagiert sich durch zahlreiche Uraufführungen für Kompositionen des 21. Jahrhunderts.
Dies trifft auch auf den Klarinettisten Nikolaus Friedrich zu.