Samstag, 28. September 2019
19:30 Uhr, Rokokotheater

Don Giovanni | Premiere

Dramma giocoso in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart KV 527
Libretto: Lorenzo Da Ponte
Uraufführung: 29. Oktober 1787 Gräflich-Nostitzsches Nationaltheater, Prag

Theater Koblenz

Staatsorchester Rheinische Philharmonie

Yura Yang, Musikalische Leitung

Markus Dietze, Inszenierung 

Antonia Mautner Markhof, Bühne und Kostüme 

 

 

Bühnenbildmodell Don Giovanni

Don Giovanni liebt nicht eine Frau, er liebt alle. 2065 Eroberungen hat sein Diener Leporello in einem sorgsam geführten Verzeichnis der Liebschaften seines Herrn bereits katalogisiert. Allein in Spanien sind es 1003. Dennoch sind es nicht die Frauen, die ihn zu Fall bringen. Als Giovanni das Standbild des von ihm getöteten Komturs zum Nachtmahl einlädt, erscheint der steinerne Gast tatsächlich und mahnt den Verführer zur Umkehr. Doch Giovanni ist nicht bereit, seinen Lebenswandel zu ändern. Lieber fährt er zur Hölle.

Die Figur Don Juans zählt wie Faust und Don Quijote zu den zentralen Mythen der europäischen Kulturgeschichte. Aus den unzähligen Auseinandersetzungen mit diesem Stoff ragt Mozarts „Don Giovanni“, 1787 in kongenialer Zusammenarbeit mit dem Librettisten Lorenzo da Ponte entstanden, als „Oper aller Opern“ unvergleichlich hervor.

Markus Dietze, Intendant des Theaters Koblenz, umreißt das Konzept seiner Neuinszenierung mit folgenden Worten: „Die Figur des Don Giovanni stößt mit ihrer Lust und ihrem Begehren in die Sphäre der Gewalt vor. Doch infolge der 'Übermalungen des 19. Jahrhunderts' – um es mit den Worten des Germanisten Dieter Borchmeyer zu sagen – wurde aus dem amoralischen Verbrecher ein charmanter Verführer. Die Inszenierung wird versuchen, die ursprüngliche Intention Mozarts und seines Librettisten Lorenzo da Ponte wieder freizulegen.“