Samstag, 23. September 2017
19:30 Uhr, Jagdsaal

Quatuor Hermès


Omer Bouchez (Violine)
Elise Liu (Violine)
Yung-Hsin Lou Chang (Viola)
Antony Kondo (Violoncello)
und
Tristan Cornut (Violoncello)



Programm

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
     Streichquartett No 22 B-Dur KV 589
Anton Webern (1883-1945)
     Sechs Bagatellen für Streichquartett op. 9
Franz Schubert (1797-1828)
     Streichquintett C-Dur D 956, op. posth. 163


Reife, Ernsthaftigkeit, Finesse und Sensibilität sind die Begriffe, die das Quatuor Hermès wohl am besten charakterisieren. Die vier jungen Musiker bilden eine schon fast verschworene Gemeinschaft. 2009, gerade ein Jahr nach Ihrer Gründung, erhielten sie bereits den ersten Preis des internationalen Kammermusikwettbewerbs von Lyon. Ein weiterer erster Preis folgte 2011 im prestigeträchtigen Concours International de Genève. 2012 ging das Quatuor Hermès von 300 Kandidaten als Erster Preisträger aus den "Young Concert Artist Auditions" in New York hervor, was ihm Tür und Tor zu den großen amerikanischen Konzertpodien öffnete.
Ein ebenbürtiger Partner ist der Cellist Tristan Cornut, der seinen ersten Cellounterricht bereits im Alter von 5 Jahren erhielt. Er studierte an den Konservatorien von Paris und Stuttgart und zuletzt bei Jean-Guihen Queyras in Freiburg. Tristan Cornut wurde bei vielen nationalen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet, so z.B. 2010 beim Internationalen ARD-Wettbewerb in München.

Mozarts vorletztes Streichquartett, sein 2. Preußisches Quartett, und Anton von Weberns Bagatellen für Streicher, von denen der Komponist sagt "Man bedenke, welche Enthaltsamkeit dazu gehört, sich so kurz zu fassen. …", legen quasi den roten Teppich aus für Schuberts ultimatives Streichquintett, einem Meilenstein der Streichquintettliteratur, das Schubert zwei Monate vor seinem Tod komponiert hat. Es ist das reifste Kammermusikwerk des Wiener Komponisten, sein kammermusikalischer Schwanengesang. Mit seiner entrückten Klangschönheit entführt es seine Zuhörer in fast metaphysische Welten. Erst 22 Jahre nach Schuberts Tod wurde das Werk in Wien uraufgeführt. Bei den Verlegern der Schubert-Zeit stieß dieses extreme Werk auf völliges Unverständnis.

Schwetzinger Zeitung vom 27.09.2017:
"Liebreizend bis stürmisch "